Reisen als persönliche Assistentin: Biski Abenteuer in Tirol

Was ist ein Biski? Wie funktioniert der? – Das waren die ersten Fragen, als ich das Angebot bekam in meiner Arbeit als persönliche Assistentin beim Winterurlaub als Biski Begleitfahrerin dabei zu sein. Nur kurz erklärt: ein Biski ist ein Sitzski für RollifahrerInnen, der als Team (oder allein) gesteuert wird.

Assistentin sein und gemeinsam Ski fahren? – Das würde 1) eine neue Erfahrung und 2) Aktiv-sein bedeuten. Meine Neugierde war geweckt. Die Anstrengungen, die mich erwarten würden, schreckten mich nicht ab. Meine Februar-Reise 2017 führte mich daher ins schöne Tirol, um neben dem barrierefreien Fliegen & Länderreisen (nach England) auch einen barrierefreien Winterurlaub kennenzulernen (dort kannst du auch nachlesen, was ich als „Assi“ normalerweise so tue).

 

VIDEO ZUR ERKLÄRUNG

Für alle Neugierigen gibt es hier gleich ein Video zum Anschauen mit den einzelnen Schritten: Vorbereitung aufs Lift fahren, Lift fahren und Aussteigen, Vorbereiten aufs Biski fahren, Abfahrt

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VORBEREITUNGEN & ANREISE

Die Vorbereitungen liefen schon seit Wochen auf Hochtouren. Aufregung machte sich schon Tage vor der Abfahrt breit. Kurzski für die BegleitfahrerInnen wurden besorgt, serviciert und für die Sicherheit noch Sicherheitsbindungen montiert. Der Kleiderschrank wurde auf ausreichend warme Kleidung durchforstet und die Mitnahme von Skiausrüstung organisiert. Die Unterkunft in Innsbruck und die Sitzski waren schon seit Monaten reserviert und eine Skilehrerin für den ersten Tag engagiert.

Innsbruck beim Bahnhof
Innsbruck beim Bahnhof

Mit dem Zug reisten wir von Wien nach Innsbruck an. Nur (mehr) rund 4 Stunden dauerte die Fahrt. Ich war begeistert und genoß die gemütlichen Stunden das erste Mal in der 1. Klasse sitzend. Dort befinden sich nämlich die Rollstuhlabstellplätze.

Insgesamt würden wir die nächsten Tage als 9 bis 10 köpfige Skigruppe unterwegs sein: 3 Rolli-/BiskifahrerInnen mit drei BegleitfahrerInnen/AssistentInnen, plus weitere 3-4 Ersatz- bzw. HilfsfahrerInnen. Oft darauf angesprochen waren wir weder ein Verein noch eine Selbsthilfegruppe, sondern ein Zusammenschluss einer engagierten Familie, FreundInnen und AssistentInnen. Für die erfolgreiche Umsetzung unabdingbar war dabei die Biski erfahrene Familie P., die durch ihr Engagement das Wintersportabenteuer erst ermöglichte.

 

LOS GEHT´S ZUM SKIFAHREN: KAUNERTAL WIR KOMMEN

Den ersten Tag fuhren wir, aufgeteilt auf 3 Autos, zum Kaunertaler Gletscher, der optimale Pistenbedingungen für Biski AnfängerInnen bzw. Monoski-FahrerInnen bietet. Das Kaunertal ist nicht nur (seit neuersten) als Heimattal unseres derzeitigen Bundespräsidenten bekannt, sondern auch als Wintersportgebiet, das sich auf barrierefreies Skifahren spezialisiert hat. Es gibt Parkplätze am Pistenrand, ebenerdige zugängliche Liftanlagen, rollstuhlgerechte Sanitäranlagen, ein barrierefreies Restaurant, geschultes Personal und die vor allem zum Erlernen des barrierefreien Skifahrens wichtigen breiten Pisten. Insgesamt 21,8 Pistenkilometer stehen zur Auswahl, 63% davon werden als blaue (leichte) Pisten gelistet.

Ausgangsstation KaunertalerGletscher
Ausgangsstation Kaunertaler Gletscher

Unsere Skilehrerin für den ersten Tag erwartete uns schon, als wir ankamen. Ausladen, Anziehen, das ganze Equipment arrangieren – für die „Neuen“, d.h. Biski-Unerfahrenen unter uns, so wie ich, war es schwer sich in den zahlreichen, nötigen Tätigkeiten zurechtzufinden. Etwas unbeholfen halfen wir, beobachteten und lernten. Die RollifahrerInnen wurden eine nach der anderen in den Biski umgesetzt, der Sitz angepasst, mit viel Schaumstoff ausgepolstert und mit Gurten fixiert. Gute 1,5 Stunden vergingen bis zum eigentlichen Skistart.

 

GRUNDVORAUSSETZUNGEN FÜR BARRIEREFREIES SKIFAHREN

Während blinde SkifahrerInnen lediglich auf eine Begleitperson angewiesen sind, die ihnen durch akustische Anweisungen den Weg beschreibt gibt es für RollstuhlfahrerInnen zwei Grundanforderungen:

  1. eine barrierefreie gestaltete Umgebung (nahegelegene Parkplätze, ebenerdige und leicht zugängliche Liftanlagen, idealerweise betreut durch geschultes Personal, barrierefreie Sanitäranlagen und Gondeln mit breiten Türen) UND
  2. ein Sitzski, d.h. ein Mono oder Biski als adaptiertes Skigerät zum Fahren

Was ist ein Monoski?

Ein Monoski besteht aus einem einzelnen breiten Carvingski. Als Spezialgerät für RollstuhlfahrerInnen ist darauf ein Sitz angebracht. Da die Zahl an FussgängerInnen, die sich für Monoski begeistern, bescheiden geblieben ist, wird inzwischen unter dem Begriff Monoski eher der Mono-Sitzski verstanden. Der Monoski wird mit einem oder zwei sogenannten Krückenski, die wie Skistecken beim Fahren Balance geben, gefahren.

Was ist ein Biski?

Ein Biski ist das stabilere Pendant zum Monoski. Die Sitzschale ist auf zwei taillierten Carving-Skiern montiert. Mit Krückenski kann dieser allein gelenkt werden. Ohne Krückenski ist eine Begleitperson nötig. Durch die höhere Stabilität eignet sich der Biski auch für RollstuhlfahrerInnen mit wenig Oberkörperkraft und Koordination. Zusätzlich kann durch die Auswahl der Sitzschalenform (höher oder niedriger) mehr oder weniger Unterstützung beim Sitzen gegeben werden. Die Begleitperson, die mit Kurzski mitfährt, ist mit einem Sicherungsseil mit dem Biski verbunden und hat eine Haltestange zum Festhalten und Unterstützen.

Eingeschneites Biski Team
Eingeschneites Biski Team

 

Die ersten Schwünge

Die Vorbereitungen waren abgeschlossen. Endlich ging es los. Für den Start wurde eine breite und flache Piste gewählt. Die Biski-Erfahrenen erklärten geduldig die wichtigsten Abläufe und eventuellen Vorkommnisse:

  • Beim Schleppliftfahren das Sicherheitsseil kurz anbinden, einfach hinten dranhängen und den Biski ausbalancieren (nicht schrecken, wenn der Biski in die Luft abhebt – das ist normal)
  • beim Aussteigen den Auslösemechanismus des Transportseils ziehen, sodass der Bügel des Schlepplifts freigegeben wird und so schnell wie möglich wegfahren

So weit, so klar. Nach einer Abfahrt zum Zuschauen, ging es mit der ersten Liftfahrt los. Liftfahren – easy. Skifahren – urgghh. Zwar war der erste, zweite Schwung und bald eine ganze Abfahrt geschafft. Sicher fühlte ich mich noch nicht. So locker und leicht wie es ausgesehen hatte, war es nicht.

Als wir dann noch kurz die BiskifahrerInnen und die BegleitfahrerInnen tauschten, um ein Gefühl für die unterschiedlichen Modelle und ein besseres Gespür für die unterschiedlichen, benötigten Hilfen zu entwickeln, ließ der erste Sturz nicht lange auf sich warten. An meiner Körperposition herumexperimentierend, die Kurzski verheddernd und Zack – schon lagen wir im Schnee – weiß eingezuckert von oben bis unten, passiert war nichts.

Mit einer kurzen Jausenpause übten wir den gesamten Nachmittag. Zum Abschluss fuhren wir noch mit der Gondelbahn Karlesjoch zur Ausssichtsplattform Dreiländerblick auf 3.108m. Dort kann der Ausblick auf die Österreichischen, Italienischen und Schweizer Alpen genossen werden.

Ausblick vom Dreiländerblick am Kaunertaler Gletscher
Ausblick vom Dreiländerblick am Kaunertaler Gletscher

 

 

WIE BISKI FAHREN AUS SICHER DER BEGLEITPERSON FUNKTIONIERT

Eingeschneite Biskifahrerin aus der Sicht der Begleitperson
Eingeschneite Biskifahrerin aus der Sicht der Begleitperson

Mein Resümee nach 4 Tagen Biski fahren als Begleitfahrerin ist folgendes: Biski fahren ist eine Mischung aus bewusstem Lenken (die Begleitperson lenkt), aktivem, gegenseitigen Unterstützens (gemeinsame Fahrtechnik) und schlichten Mitfahrens (die SitzskifahrerInnen fahren allein, die Begleitperson tut nichts und begleitet nur aus Sicherheitsgründen).

Je nach körperlichen Leistungsvermögen und Geländebedingungen tritt mal der eine, mal der andere Aspekt in den Vordergrund. Anders ausgedrückt könnten diesen Abstufungen auch als Anfänger-, Fortgeschritten– und Profistufe angesehen werden.

Die Profistufe, bei der die Begleitperson nur eine „Stand-by-Funktion“ hat, ist das Ziel. Bis zur Profistufe und währenddessen gibt es folgende Grund- bzw. Zusatzaufgaben:

  1. Pistenübersicht und -kontrolle
  2. die Verstärkung oder Abschwächung der Gewichtsverlagerungen
  3. die Geschwindigkeitskontrolle (beispielsweise durch Abbremsen der Fahrt durch Pflugstellung der Skier) und Eingreifen in Gefahrensituationen (z.B. starker Kanteneinsatz um die Fahrt bergauf zu steuern und abzubremsen beispielsweise um einen Zusammenstoß mit unachtsamen Ski- oder SnowboardfahrerInnen zu verhindern)
  4. Unterstützung bei der Balance (vor allem beim Liftfahren)

Das ist alles einfacher gesagt und geschrieben als es ist: Ich brauchte gute 1,5 Tage bis mir der „Knopf“ aufging. Erst im Nachhinein stellte ich fest, dass meine Angst vor einem Kontrollverlust das gemeinsame Fahren lange erschwert hatte: statt den Biski fahren zu lassen hatte ich durch (unbewusstes) Bremsen und eine „sperrende“ Körperhaltung (falscher Körperknick) reibungslose Abfahrten behindert. Erst als die Kontrolle der Geschwindigkeit und das Stehen-bleiben durch eine gemeinsame Fahrtechnik funktionierte, wurde das gemeinsame Biski fahren zum Erfolgserlebnis.

Dass es wirklich ein Fahren im Team ist, wurde mir erst beim Erlernen bewusst. Die Gewichtsverlagerungen der BiskifahrerIn nehmen viel (!) Arbeit ab.

 

WIE BISKI FAHREN AUS SICHT DER BISKIFAHRERIN FUNKTIONIERT

Mit dem Biski beim Lift fahren am Stubaier Gletscher in Tirol
Mit dem Biski beim Lift fahren am Stubaier Gletscher in Tirol

Theorie und Praxis sind zwei paar Schuh. Während ich aus theoretischer Sicht das Biski fahren folgendermaßen beschreiben würde…

„Durch eine Gewichtsverlagerung des Biskifahrers/der Biskifahrerin, eingeleitet durch eine Neigung des Oberkörpers, wird der Biski aus der Schrägfahrt heraus in Fallinie (=Richtung Tal) gedreht. Die Ski liegen dabei kurz flach auf bevor durch die weitere (dosierte) Gewichtsverlagerung des Biskifahrers/der Biskifahrerin ein Kantenwechsel eingeleitet wird und neuerlich eine Schrägfahrt beginnt.“

…wird Biski fahren aus praktischer Sicht so beschrieben:

„Ich nutze von den Füßen angefangen bis zum Kopf hoch meinen ganzen Körper und verlagere mein Gewicht von der einen Seite zur anderen Seite.

Kurz vor der geplanten Kurve bewege ich mich Richtung talabwärts weg vom Hang, d.h. „ich lege mich in den Hang hinein“, sodass die Ski auf die andere Seitenkante gelangen und somit die Kurve gelöst werden kann. Und noch während der Kurve versuche ich den Körper wieder aufzurichten, sodass der Biski zwar auf der Kante bleibt, wir jedoch nicht den Hang nach oben fahren. Und dann folgt schon die nächste Kurve, und die übernächste Kurve, …

Je nachdem ob es steil oder flach ist, brauche ich mehr oder weniger Unterstützung von der Begleitperson. Während bei einem steilen Hang mehr Kraft meinerseits, Unterstützung durch Mitlenken der Begleitperson und gute Kommunikation zwischen den beiden Personen gefragt ist, ist im flachen Gelände selbstständiges Fahren mit wenig/keiner Unterstützung möglich. Hier ist die Begleitperson dann nur mehr meine Versicherung, sollte ich doch plötzlich die Kontrolle verlieren.

Ich persönlich mag beide Varianten wobei das selbstständige Fahren im Flachen mein Favorit bleibt. Es gibt mir einen unglaublichen Kick, mit dem Gespür und Spiel der zielbewussten Gewichtsverlagerungen den Biski zu lenken!“

 

VON ANFÄNGERINNEN ZU PROFIS: WEDELN AM STUBAIER GLETSCHER

Schon geübter wagten wir uns ab dem nächsten Tag auf die Pisten des Stubaier Gletschers. Genau genommen nicht auf alle Pisten, sondern auf zwei – die links und rechts neben dem Eisjoch II Schlepplifts. Das Skigebiet wird nicht für barrierefreies Skifahren beworben, erfüllt jedoch rund um die Eisgrat Gondelstation und dem Restaurant auf 2900m die Grundvoraussetzungen.

Die Eisgrat Gondelstation diente uns ab dann als Basisstation. Die Rollstühle durften wir tagsüber in einem Extraraum unterbringen, über Nacht dort netterweise unsere Skigeräte abstellen (Vielen Dank!). Da die Pisten zu Beginn steiler sind, würde ich das Skigebiet für den ersten Tag nicht empfehlen. Ich war jedenfalls sehr froh, dass wir am Vortag schon am Kaunertaler Gletscher geübt hatten.

Ein, zwei Kurven und Stehen bleiben. Ein, zwei, drei Kurven und Stehen bleiben. Ein, zwei, drei, vier Kurven und wieder stehen bleiben. So begannen wir den Tag. Langsam machten sich die ersten Fortschritte bemerkbar.

Step by Step tasteten wir uns vorwärts: gemeinsames Fahren mit und ohne akustische Abstimmung, das Fahren und Stehen bleiben, absichtliches Mehr- und Wenigerlenken wurde getestet und plötzlich war das Gefühl da wie als würde es ohne Anstrengung ganz von selbst gehen. Wir wurden zum Team.

Vier Tage genossen wir die gut präperierten Pisten des Stubaier Gletschers bei gutem und schlechtem Wetter. Jeder fuhr so lange er konnte und Lust hatte. War eine der BegleitfahrerInnen müde, wechselten wir uns ab. Auf Dauer gesehen, kann das Biski fahren, abhängig von den Schneebedingungen, ganz schön anstrengend werden. Die Pausen genossen wir draußen in der warmen Sonne oder drinnen im Restaurant, wenn uns das schlechte Wetter ins Warme trieb.

Ein Tag mit Nebel und Schneefall am Stubaier Gletscher
Ein Tag mit Nebel und Schneefall am Stubaier Gletscher
So herrlich schön kann es bei Sonnenschein am Stubaier Gletscher sein
So herrlich schön kann es bei Sonnenschein am Stubaier Gletscher sein

Am letzten Tag fuhren wir mit der Schaufeljoch Gondel auf rund 3000m, um den Ausblick auf die umliegende Bergwelt von ganz oben zu genießen. Ein Teil der FussgeherInnen nützte die Gelegenheit für einen Besuch der 3210m hohen Aussichtsplattform. Ich hatte am ersten Tag schon einen Kurzausflug zur Aussichtsplattform gemacht. Inzwischen hortete ich meine Energien. Zeitgleich mit der Verkündung der letzten Abfahrt hatte mein Körper seine Energien gedrosselt. Plötzlich war ich müde – sehr, sehr müde. Der Winterurlaub war anstrengender gewesen als gedacht.

Mit unserem gesamten Sack & Pack ging es zurück ins Tal. Bei einem gemeinsamen Käsefondue ließen wir den Skiurlaub ausklingen. Am nächsten Tag reisten wir zurück nach Wien.

 

TIPPS, ERFAHRUNGEN & ANMERKUNGEN ZUM BISKI FAHREN LERNEN MIT BEGLEITPERSON

  • Auswahl eines passenden Skigebiets (am besten mit Schlepplift – Schleppliftfahren ist einfacher (!)
  • ein/e SkilehrerIn mit Biski Erfahrung für einen Tag ist sehr empfehlenswert (wegen der Sitz-Einstellungen, zum Erlernen der Technik und des Liftfahrens)
  • zur Sicherheit der/des Begleitfahrerin/Begleitfahrers ist eine Sicherheitsbindung auf den Kurz-Ski einer fixen Hebelfixierung vorzuziehen
  • idealerweise sollten pro Bi-Ski FahrerIn zwei Begleitpersonen gerechnet werden (damit diese sich beim Fahren abwechseln können, gegebenenfalls helfen, wenn viel los ist, die Fahrspur für andere Menschen von oben her ein bisschen „abdecken“ – vor allem beim Erlernen)
  • beim Transport der Skigeräte/Rollstühle/nötigen Materialien etc. sind mehr als drei Begleitpersonen von Vorteil (zum sicheren Umsetzen der Rolli-FahrerIn/Fahrers werden drei Personen benötigt, zwei die heben und eine die das Sportgerät fest hält; Tragen der Geräte, Schieben der Rollis, etc.)
  • zum Polstern des Bi-Skis ist die Mitnahme von Schaumstoff zu empfehlen, damit Kanten abgepolstert werden können
  • bei jedem Start des Skivergnügens sollte die Sicherheitsleine, die beim Schleppliftfahren gezogen wird auf ihre Funktion hin überprüft werden

 

KURZVERSION EINER MÜR ZUM ERLERNEN DES BISKIFAHRENS ALS TEAM

Die MÜR ist die Abkürzung für eine Methodische Übungsreihe. Meine Überlegungen wie diese gestaltet werden könnte, um möglichst schnell zu einem gemeinsamen Fahrerfolg zu kommen:

  1. Kurven fahren und kontrolliertes Stehen bleiben üben der Begleitfahrerin (ohne Gewichtsverlagerungen der Biskifahrerin)
  2. Kurven fahren und kontrolliertes Stehen bleiben der Begleitfahrerin mit Gewichtsverlagerung der Biskifahrerin auf akustisches Signal
  3. Kurven fahren durch Gewichtsverlagerung der Biskifahrerin ohne akustisches Signal mit Unterstützung der Begleitfahrerin
  4. Kurven fahren der Biskifahrerin ohne akustisches Signal und ohne zusätzliche Unterstützung der Begleitfahrerin

Warum und wieso ich diese Reihenfolge gewählt habe, diskutiere ich gern auf Anfrage. Ergänzungen sind nicht ausgeschlossen.

 

MEIN RESÜMME

Ausblick von der Aussichtsplattform Top of Tirol am Stubaier Gletscher
Ausblick von der Aussichtsplattform Top of Tirol am Stubaier Gletscher
Ein Gruppenfoto zum Abschluss
Ein Gruppenfoto zum Abschluss

 

Eine andere Sicht der Dinge, bringt andere Dinge in Sicht – Skifahren mal als Teamsport wahrzunehmen, war eine spannende Erfahrung. Gegenseitiges Vertrauen ist nötig. Wobei (meiner Meinung) das Vertrauen der BiskifahrerInnen in die BegleitfahrerInnen um ein vielfaches höher sein muss. Das bemerkte ich erst als ich bei einer Testfahrt im Biski saß. Es war ein sehr ungewohntes Gefühl. Wie und wieviel Gewichtsverlagerungen der BiskifahrerInnen nötig sind, um den Biski alleine zu lenken, kann ich nach einer Fahrt nicht beurteilen.

Festhalten nach diesem „Skiurlaub einmal anders“ kann ich:

  • Skifahren ist eine Sportart, wo es wenige Barrieren gibt bzw. diese leicht durch eine barrierefrei gestaltete Umgebung behoben werden können
  • Skifahren ermöglicht eine Inklusion wie es sonst kaum in einer anderen Sportart möglich ist
  • Biski fahren ist anders, aber so anders als „normales“ Skifahren (find ich) ist es nicht

 

Was sonst noch so alles als RollifahrerIn möglich ist? Fussball spielen zum Beispiel – hier gehts zur Reise zum internationalen E-Rolli Fussball Turnier nach Sevenoaks.

 


Als persönliche Assistentin unterliege ich der Verschwiegenheitpflicht. Deshalb bedanke ich mich recht herzlich für die Erlaubnis darüber zu berichten und die Mitarbeit! Dankeschön! :-D Ein herzlicher Dank geht auch an alle Beteiligten dieses Skiunternehmens (die gesamte FamIlie P., G. & K. und alle großartigen AssistentInnen!) Die Reise fand vom 14. bis zum 19. Februar 2017 statt. @E.-M.: Alles gelesen? Kurzfassen geht leider nicht.

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