Zell am See-Kaprun: 5 Tipps für Unternehmungen im Paradies (Winter)

Ein kristallklarer See, schneebedeckte Berggipfel, rundherum sattgrüne Wiesen und Wälder, ein kleines ruhiges und trotzdem belebtes Städtchen – wo könnte es schöner sein als in „SellamSee“? Das Städtchen Zell am See im Salzburger Land gelegen ist nicht nur in Österreich beliebt, sondern wird besonders von arabischen BesucherInnen und Gästen aus der ganzen Welt geschätzt.

Kein Wunder – bietet doch die Region Zell am See-Kaprun mitten in den Alpen zu jeder Jahreszeit ausgiebigsten Programm und ermöglichst sogar im Sommer am Kitzsteinhorn Gletscher ein kleines, aber feines Schneevergnügen mit Ausblick zum höchsten Berggipfel Österreichs – dem Groß Glockner (3798m).

 

ZELL AM SEE-KAPRUN: 5 Tipps für Unternehmungen im Paradies (Winter)

 

Tipp 1: Ski- & Snowboardspaß

Schönes Bergpanorama bei der letzten Abfahrt auf der Schmitten
Schönes Bergpanorama bei der letzten Abfahrt auf der Schmitten

Zell am See-Kaprun zählt zu den bedeutendsten Wintersportorten Österreichs. Rund 138 Pistenkilometer bietet die Region auf insgesamt 3 Bergen in unmittelbarer Nähe. Die Schmittenhöhe, der Zeller Hausberg, triumphiert mit 77 Pistenkilometern und einzigartigen Rundum-Bergpanorama. Tipp: besonders gemütlich zum Einkehren ist die Ederhütte.

Das Kitzsteinhorn (3203m) mit 44 Pistenkilometer wartet nicht nur aufgrund des Gletschers mit 10-monatigen Pistenvergnügen auf, sondern auch mit der Gipfelwelt 3000 bei der Kitzsteinhorner Gipfelstation auf 3029m. Dort gibt es neben der höchstgelegenen Panoramaplattform auch das höchstgelegene Kino und die Nationalpark Galerie. Hoch gespeist werden kann im Gipfelrestaurant.

Leider nicht erkundet, rundet der Maiskogel als Kapruner Hausberg mit 20 Pistenkilometer das Skivergnügen in der Region ab.

Wenn du dich nun fragst, wo es schöner ist!? Ehrlich. Ich kann mich nicht entscheiden. Ich bin genauso verliebt in den Ausblick Richtung Groß Glockner am Kitzsteinhorn wie in das 360° Panorama auf der Schmittenhöhe. Abwechslungsreiche und gut präparierte Pisten für jedes Könnensniveau gab es in beiden Skigebieten. Einmal hier und einmal dort – vielleicht muss man einfach beides erleben?!

Das exzellente Service der untereinander verbundenen Intersport Geschäfte muss bei Skigebiethopping noch lobenswert erwähnt werden: Komfortable Schuhe und die neuersten Ski- und Snowboardmodelle können schnell und einfach an den verschiedenen Verleihstationen ausgeborgt und zurückgebracht werden! Es ist beispielsweise kein Problem am ersten Tag alles in dem einem Geschäft am Kitzsteinhorn auszuborgen und später bei einer anderen Filiale auf der Schmitten zurückzugeben. Mega praktisch!

Für alle die schon länger nicht Ski- oder Snowboard fahren waren gibt es gegen Ende des Beitrags die wichtigsten Pistenregeln zur Wiederholung, damit ein unfallfreies Pistenvergnügen garantiert ist!

 

Tipp 2: Jodeln lernen – Holareidulijööö

Collage: Toni Reitsamer & seine Jodelkurs-Utensilien
Collage: Toni Reitsamer & seine Jodelkurs-Utensilien

Wer statt dem Skivergnügen (oder besser zusätzlich) noch ein außergewöhnliches Programm erleben will, der ist in der Jodelschule bei Toni Reitsamer genau richtig. „Denn Jodeln hat was magisches … und wurde schon am ganzen Planeten gemacht.“ Als regionales Highlight hat Toni mit seinem Jodelangebot genau ins Schwarze getroffen. Denn bitte wer wollte noch nicht DiplomjodlerIn werden?

Juchizer, Alm(ge)schrei und Jodelgesang werden mit hohem Spaßfaktor und kräftigem Augenzwinkern vermittelt. Jodeln als ursprünglichste Kommunikationsform, um weite Distanzen in den Alpen zu überbrücken, ist wichtiges österreichisches Kulturgut. Durch das „Singen ohne Text“ umgeht es alle Sprachbarrieren und ist für BesucherInnen aus aller Welt bestens geeignet. Mich hat er Toni überzeugt – Jodeln liegt voll im Trend.

Fixe Termine z.B. auf der Schmitten oder der Schober Alm finden den ganzen Winter statt. Individuelle Termine gibt es auf Anfrage.

 

Tipp 3: Nobler Casinobesuch am Abend oder Casino Kurzurlaub

Collage: Roulette und leckeres Casino-Menü gibt es bei den "Dinner & Casino" Kurzurlaubsangeboten in Zell am See
Collage: Roulette und leckeres Casino-Menü gibt es bei den „Dinner & Casino Night“ Kurzurlaubsangeboten in Zell am See

Keine Lust auf Aprés Ski Party, sondern auf der Suche nach nobleren Ambiente? Kein Problem! Seit 1. Jänner 2016 ist Zell am See um eine Attraktion reicher – denn an diesem Tag eröffnete das Casino Zell am See direkt am Zeller See seine Pforten.

Wer so wie ich – als Casinoneuling – geglaubt hat, dass immer ein Eintritt für einen Casinobesuch zu zahlen ist, liegt falsch. Der Eintritt ins Casino ist frei. Erforderlich ist nur ein Mindestalter von 18 Jahren (Nachweis durch amtlichen Lichtbildausweis bei der Anmeldung) und die Einhaltung eines gewissen Dresscodes. Gegen einen Casinobesuch, um ein Gläschen an der Bar oder auf der im Sommer direkt am See liegenden Terrasse zu trinken spricht also nichts dagegen. Wer mag, kann zusätzlich sein Glück bei z.B. Black Jack, Poker oder Roulette mit ermäßigten Begrüßungsjetons (27€ statt 30€) versuchen.

Als originelles Geschenk bieten die Casinos Austria in Kooperation mit dem Hotel Feinschmeck, dem Romantikhotel und dem Mavida Wellness- und Sporthotel „Dinner & Casino Night“ Kurzurlaubsangebote an. Inkludiert in dieses Package sind ein exklusives 4-Gänge Menü in einem der ausgewählten Partnerhotels, Begrüßungsjetons im Wert von 20€, ein Gläschen Frizzante an der Casinobar und eine Übernachtung inklusiv Frühstücksbuffet.

Ich habe im Hotel Feinschmeck geleitet von der sympathischen Ursula Auer mitten im Stadtzentrum gelegen gewohnt. Bestens umsorgt kann ich für das Hotel Feinschmeck eine riesengroße Empfehlung aussprechen.

 

Tipp 4: Adventmarktbesuch & Sternenschifffahrt

Collage: Die Schifffahrt und die Adventmärkte in Zell am See stehen unter dem Motto der Sterne
Collage: Die Schifffahrt und die Adventmärkte in Zell am See stehen unter dem Motto der Sterne

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,… – zur Einstimmung in der Vorweihnachtszeit gibt es das Angebot der Sternenschifffahrt über den Zeller See mit Ausblick tagsüber auf die umliegenden Berge oder abends auf das beleuchtete Zell am See. Punsch, Glühwein, Weihnachtskekse, Infos über Zell am See und Blasmusik – ein Programmpunkt eher für (ältere) Menschen, die es warm und gemütlich haben wollen.

Auch die Adventmärkte stehen im Zeichen des Sternes – geöffnet immer von Donnerstag bis Sonntag in der Adventzeit.

 

Tipp 5: Regionales Shoppen

Collage: Kleider & Hauben von Mirabell Plummer & in Lumpis ausgezeichneten Feinkostladen
Collage: Kleider & Hauben von Mirabell Plummer & im ausgezeichneten Feinkostladen Lumpi

Zell am See ist klein, aber fein. Ein Ort, wo die Altstadt nicht ausgestorben ist, sondern blüht. Wohl deshalb blieb die modere Trachtendesignerin Tracy Hauenschild mit ihrer Modelinie „Mirabell Plummer“ der Region treu. Ihre gesamten eigenwilligen, originellen Kollektionen werden direkt in der Zeller Altstadt entworfen und genäht. Der Shop ist ans Atelier angeschlossen. Inzwischen ist sie ein richtiges Aushängeschild für Zell am See. Typisch und klar erkennbar sind ihre Kollektionen am Hirsch oder den rot-weiß-roten Streifen. Eher in der gehobenen Preisklasse angesiedelt wird auch auf Maß angefertigt.

Von der Kleidung zum Essen. Der Feinkostladen Lumpi ist die Adresse in Zell am See für Pinzgauer Spezialitäten. Von Wurst-, Speck oder Käseprodukten, Honig, Marmelade, Salze und Gewürze, Öle, Schnaps, Likören oder handgefertigte Pralinen – Lumpi hats. Damit die Qual der Wahl noch schwerer wird (oder damit man bei den Genussprodukten noch mehr kauft als geplant) gibt es Verkostungen. Ein super Tipp für alle, die nach  einzigartigen Mitbringsel suchen!

 


Nützliche Infos & Anmerkungen

 

Anreise

Mit dem Zug oder Bus erfolgt die Anreise in 1,5 bis 2 Stunden über Salzburg. Der Ticketpreis (2.Klasse) liegt bei rund 16€ ohne Ermässigung. Ungefähr die gleiche Fahrtzeit wird mit dem Auto von Salzburg benötigt, wo sich auch der näherste Flughafen befindet. Für die 200km nach München müssen bereits 2,5 Stunden Fahrtzeit berechnet werden.

Tipp: Die ÖBB hat im Winter 2016/17 spezielle Sparschiene Tickets um 24€ von Wien nach Zell am See! Seit 11.Dezember 2016 gibt es an Samstagen/Sonntagen und Feiertagen auch Direktverbindungen!

 

Unterkunft

Von Appartement, Hotelzimmer, Jugendherberge, Gasthof, Pension oder Privatzimmer – in Zell am See-Kaprun gibt es alles zur Auswahl. Der Tourismusverband Zell am See-Kaprun hat eine übersichtliche Unterkunftsliste zusammengestellt (inklusiv Onlinebuchungsfunktion).

Das „Dinner & Casino Night“ Angebot gibt es exklusiv beim Hotel Feinschmeck, dem Romantikhotel oder dem Mavida Wellness- und Sporthotel.

Tipp: Die österreichische Buchungsplattform Kurzurlaub.at hat zahlreiche Unterkünfte in der Region Zell am See-Kaprun.

 

Internationalität

Zell am See ist so beliebt bei arabischen BesucherInnen, dass 2014 eine Broschüre mit Verhaltenstipps mit dem Namen „Where cultures meet“ vom Tourismusverband, der örtlichen Polizei und der österreichischen-arabischen Handelskammer herausgegeben wurde, um kulturelle Missverständnisse im Miteinander aus dem Weg zu räumen. Tja – das kam nicht so gut an und die Broschüre wurde wieder zurückgezogen. Tipp: Wer googelt, der/die findet.

Aufeinander zugehen finde ich immer eine gute Sache: viele Informationen sind daher inzwischen in arabischen Schriftzeichen vorhanden. Manche ZellerInnen beherrschen aus stolzen Erzählungen sogar ein paar Wörter arabisch. Adaptationen auf einigen Sanitäranlagen wie z.B. „Spritzpistolenschläuche“ runden das Gesamtbild ab. Wenn du wissen willst was das ist, schmöcker doch mal durch meinen Artikel Reise an die stillen Örtchen der Welt.

 

Barrierefreiheit

Ohne davon betroffen zu sein, empfand ich die Region im Bezug auf Barrierefreiheit stark verbesserungswürdig. Für Betroffene empfehle ich daher bei einem Besuch genau zu planen! Wenn ich mich richtig erinnere, wäre die Gipfelwelt 3000 am Kitzsteinhorn und die Panoramahütte auf der Schmitten als Ausflugsziel in Ordnung (bitte nochmal nachfragen).

 

FIS-Pistenregeln für ein tolles & unfallfreies Pistenvergnügen zur Wiederholung:

  1. Rücksicht auf die anderen SkifahrerInnen & SnowboarderInnen nehmen – Niemanden gefährden!
  2. Beherrschung der Geschwindigkeit & Fahrweise – Fahrweise an Können, Gelände & Witterungsbedingungen anpassen!
  3. Wahl der Fahrspur – wer von hinten kommt, darf die vorderen Personen in ihrer Fahrspur nicht gefährden!
  4. Überholen – nur mit genügend Abstand!
  5. Einfahren, Anfahren, Hang aufwärts fahren – Wer nach einem Stopp wieder losfährt, in eine Piste einfährt oder Hang aufwärts fährt, muss sich davor vergewissern, dass er dies auch ohne Gefährung anderer tun kann!
  6. Anhalten – Nicht an unübersichtlichen Stellen!
  7. Aufstieg & Abstieg – Wer an der Piste auf- oder absteigt, muss den Rand der Piste benutzen!
  8. Beachten der Zeichen – Markierungen & Warnhinweise beachten!
  9. Hilfeleistung – ist verpflichtend! Absichern der Unfallstelle, Alarmierung des Rettungsdienstes, Erste Hilfe (ABC für den Notfall – A – Atemwege freimachen, B – Beatmen, C – Circulation = Herzdruckmassage)
  10. Ausweispflicht

 

Weitere Eindrücke von der Region Zell am See-Kaprun

Ausblick Richtung Zell am See vom Kitzsteinhorn
Ausblick Richtung Zell am See vom Kitzsteinhorn
Die sonnenbeschienene Kapelle auf der Schmitten am späten Nachmittag
Die sonnenbeschienene Kapelle auf der Schmittenhöhe am späten Nachmittag
Blick in Richtung Kitzsteinhorn von der Schmitten
Blick in Richtung Kitzsteinhorn von der Schmitten mit Österreichfahne im Bild
Blick auf Zell am See von der schwarzen Piste bei der Talabfahrt
Blick auf Zell am See-Kaprun von der schwarzen Piste bei der Talabfahrt von der Schmittenhöhe
Ausblick Richtung Groß Glockner bei Gipfelwelt 3000 am Kitzsteinhorn
Ausblick Richtung Groß Glockner bei Gipfelwelt 3000 am Kitzsteinhorn in der Region Zell am See-Kaprun

 

Noch mehr Tipps? Super!

Dann schreib sie doch in die Kommentare!

 


Der Aufenthalt in Zell am See-Kaprun fand vom 8. bis zum 11. Dezember 2016 auf Einladung von Zell am See-Kaprun Tourismus & Casino Urlaub (Casinos Austria) in Kooperation mit dem Hotel Feinschmeck, dem Romantikhotel und dem Mavida Wellness- & Sporthotel statt. Vielen Dank für die Einladung! Meine Meinung ist davon nicht beeinflusst.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Written By
More from Theresa

Fotogalerie Bolivien: Klassische Route & Dschungeltrip

Noch ein bisschen rustikaler als Peru epfand ich Bolivien. Zusammengerechnet war ich...
Read More

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.