Wandern in Israel: 2 Tagestrekking durch die Wüste Negev

Wandern bzw. Weitwandern in Israel? Geht das?, fragte ich mich und schrieb sogleich einen Freund in Israel an, um ihn um Rat zu fragen. Es war Ende November und ich war auf der Suche nach einem Land für einen Kurztrip, das folgende Kriterien im Jänner erfüllte: 1) nicht zu weit weg 2) erreichbar mit erschwinglichem Flug 3) mit Weitwanderwegen 4) ohne Schnee und 5) „zelt-freundlich“.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Klar, geht das! Wüste oder Berge war die Gegenfrage, die mir sogleich gestellt wurde, was soviel wie Golan Höhen im Norden oder Wüste Negev im Süden bedeutete. Der insgesamt 1009 km lange Israel National Trail (INT) führt durch beide Gebiete.

Eine Kurzrecherche und schon hatte ich mich entschieden: Wandern durch die Wüste Negev. Nur wo genau war die noch unbeantwortete Frage. Im Süden gelegen mit einer Fläche von rund 12000 km2 nimmt die Wüste Negev rund 60% der gesamten Fläche Israels ein. Ein paar Bilder, Berichte und Tage des Studiums später, schon war der Erosionskrater Machtesch Ramon bei Mitzpe Ramon zu einem Sehnsuchtsort von mir geworden.

Auf gutes Wetter hoffend reiste ich im Jänner 2017 nach Israel. Eliran, den ich während meiner Asienreise in Nepal kennengelernt hatte, stellte mir einen Schlafplatz auf der Couch in seiner WG zur Verfügung. Ebenso Trekking begeistert wie ich, wurde er mein Guide durch die Wüste Negev.

Zwei Tage Trekkingabenteuer aufs Feinste folgten. Start- und Endpunkt unserer Wanderung war Midreshet Ben-Guryon nahe Sde Boker, wo wir das Auto mit dem wir angereist waren, parkten. Eine uralte Zisterne, einsame Canyons und Wasserpools, ein Highlight jagte das andere. Allerlei Informationen zum Wandern in der Wüste, Sicherheitshinweise!!!, Infos zum Zelten und der öffentlichen Anreise gibt es am Ende des Beitrags.

 

Wandern in Israel: 2 Tagestrekking durch die Wüste Negev

Zwei Menschen stehen vor einer riesigen Felswand
Am Ende des Daroch Canyons bei unser 2 Tagestrekkingtour durch die Wüste Negev

Das Wetter war hervorragend angesagt: Tagestemperaturen um die 20°C, nachts um die 4°C und am wichtigsten kein Tröpfen Regen für die nächsten Tage. Während im Sommer locker Temperaturen um die 40°C erreicht werden, sind die Winter kühl. Sporadische Regenfälle sind im Winter und Frühjahr in der Wüste möglich. Die Niederschlagsmenge ist dabei abhängig von der Lage. Prinzpiell gilt: je südlicher, desto weniger Niederschläge.

Der mögliche Regen im Winter oder Frühjahr bringt zwei Naturschauspiele mit sich:

  1. er lässt die Wüste erblühen und grün werden und
  2. es kann zu plötzlichen Sturzfluten kommen, welche sich in Sekundenschnelle zu reißenden Strömen entwickeln können, da Wasser durch den wenig absorbierenden Boden der Flussläufe, auch Wadis genannt, nicht aufgenommen wird

Sturzfluten sind gefährlich. Wandern an bewölkten oder regnerischen Tagen in Flussläufen der Wüste ist daher zu vermeiden. Wegen dieser Naturgefahr sterben laut Berichten mehr Menschen in der Wüste an Ertrinken als an Verdursten. Das Gleiche wird aber auch vom Erfrieren behauptet.

Die Wettervorhersagen fünffach gecheckt und zusätzlich noch Einheimische nach ihrer Einschätzung zur Wetterbeständigkeit interviewt, erst dann ging es los. Wir waren mit Auto am Nachmittag angereist, hatten noch einen Ausflug nach Mitzpe Ramon und eine kurze Wanderung in der Nähe des Be’erot Campground (ich glaube es war der Horse Shoe Trail) gemacht, bei Dunkelheit brachen wir zu unserem Nachtlager auf.

Ausrüstung, Proviant und ausreichend Wasser für 2 Tage für 2 Personen hatten wir gerecht auf unsere Rucksäcke aufgeteilt. Akribisch hatten wir unseren Wasserbedarf abgeschätzt. Auf mögliche Wasserstellen, an denen wir vorbeikommen würden, wollten wir uns nicht verlassen. Mehr als 10 Liter Wasser trug daher jeder von uns im Rucksack.

An der Bushaltestelle in Midreshet Ben-Guryon hofften wir auf eine Mitfahrgelegenheit. Das zweite vorbeifahrende Auto nahm uns mit. Kurz nach Merhav Am suchten wir den in der Karte eingezeichneten Lagerplatz, an dem Zelten offiziell erlaubt ist (Infos zum Zelten in Israel gibt’s unten). Ein einfaches Abendessen, ein Tee, die Sternenkonstellationen betrachtend (ich bekam jeden Abend einen Lektion „Wie orientiere ich mich an den Sternen“ – Vielleicht schreibe ich darüber mal was) und schon schlummerten wir bis zum Morgengrauen, tief eingepackt in unseren Schlafsäcken.

Ein Zelt steht auf einer flachen Ebene
Mein neues ultraleichtes Zelt im ersten Zeltlager am Morgen

 

Vorbei an der Hatzaz Zisterne durch den Daroch Canyon ins Zin Tal

Früh brachen wir auf. Frühstücken wollten wir erst später. Wir waren noch nicht lange unterwegs, als wir den ersten Stopp einlegten. Eine Abzweigung führte zu der Hatzaz Zisterne, welche eine Anlage von mehreren riesigen in den Boden gegrabenen Wasserauffangbecken war. Als Relikt der alten Handelsrouten wurde deren Entstehung auf die byzantinische Zeit geschätzt. Obwohl es Winter war, waren sie leer. In eine war es möglich hineinzugehen.

Bildcollage der weißen Wasserauffangbecken unter der Erde
Die tief in den Boden eingegrabenen Wasserauffangbecken der Hatzaz Zisterne

Zwei Studenten hatten in der Nähe die Nacht verbracht. Ihre Einladung zum Kaffee nahmen wir dankend an. Der Weg, der folgte, war einfach zu gehen. Kaum merklich bergauf schlängelte er sich durch das Hatzaz Tal bis er ein Plateau erreichte. Tausend Narzissen blühten am Weg. Eine Kamelherde zog allein herum und graste.

Am Plateau angekommen mit schönem 360° Ausblick fällt der Weg auf der anderen Seite wieder ab und erreicht dort den Eingang des Daroch Canyons, welchen wir in Richtung Zin Tal folgten. Beeindruckendste, vom Wasser ausgeschwemmte Steinformationen, kleine schattenspendende Höhlen und sogar versteinerte Muscheln gibt es dort zu sehen.

Traumhaft! Die Wanderung hatte sich schon allein wegen der Erlebnisse von diesem einen Vormittag gelohnt.

Das Zin Tal erstreckte sich vor uns. Über die Ebene ging es dahin. An einer Wegkreuzung trafen wir auf den Israel National Trail. Ein kleines Stück folgten wir dessen Verlauf bevor wir zum Hod Akev Zeltplatz abbogen.

Es war kurz nach zwei Uhr. Wir waren in einem Dilemma: es war zu Früh, um mit dem Gehen aufzuhören und zu spät, um unsere geplante Wegstrecke fortzusetzen, sodass wir vor Einbruch der Dunkelheit den nächsten Zeltplatz erreichen würden. Wir blieben.

 

Über den Berg „Hod Akev“ zur Quelle „Ein Akev“, den gastfreundlichen BeduinInnen & durch den Eid Avdat

Noch bei Dunkelheit brachen wir auf. Unser Ziel: den Gipfel des Hod Akev Berges vor Sonnenaufgang erreichen. Schwaches Dämmerlicht herrschte als wir die steilen Klippen auf den Hod Akev hinaufkletterten. Es war der einzige, richtige Anstieg auf der gesamten Tour. Der schmal Pfad lief eng am Felsen entlang. Ausrutschen wäre fatal gewesen.

Collage wie sich die Sonnenstrahlen die Kraterlandschaft nach und nach beleuchtet
Ausblick am Gipfel des Hod Akev bei Sonnenaufgang während sich die Sonnenstrahlen nach und nach über die Kraterlandschaft ausbreiteten

Während des Sonnenaufgangs saßen wir zusammengekauert auf einer windgeschützteren Stufe des Gipfelplateaus, eingepackt in warme Jacken mit Haube, Handschuhen und die Schals tief ins Gesicht gezogen. Während sich langsam die Sonnenstrahlen über die vor uns liegende zerfurchte Landschaft des Kraters ausbreiteten, kochten wir unser Frühstück. Der Wind machte uns zu schaffen.

 

Ich laufe bzw. springe durchs Bild vor dem Hintergrund der Kraterlandschaft
Springfotoshooting am Gipfel des Hod Akev

Noch ein paar Fotos und schon machten wir uns am Weg. Es war zu kalt, um länger zu bleiben.

Nach einem kurzen Abstieg, schlängelte sich der Weg durch ein weiteres Flussbett. Unser nächster Stopp: das Ende eines kleines Canyons mit Quelle und Süßwasserpool, Ein Akev genannt. Es war kurz nach acht Uhr. Niemand war hier. Ein Sprung ins kalte Naß, das einem die Luft wegnahm – obligatorisch!

Ein zweites Frühstück in den wärmenden Sonnenstrahlen folgte, während unsere Badesachen in der Sonne trockneten. Erst als wir uns langsam am Weg machten, kamen die ersten TagesbesucherInnen. Ein Akev ist ein beliebtes Ausflugsziel für TagestouristInnen.

Collage des kleinen Canyons bei der Quelle Ein Akev mit mir, Schilf, Vogel und dem Pool
Wunderbare Morgenstunden im Canyon der Quelle Ein Akev

 

Nach einem lang gezogenen, leichten Aufstieg kehrten wir in das Beduinenzelt von Suleimans Familie ein. Es gab Tee zu trinken und Fladen mit Sauce zum Essen. Im Frühjahr gut besucht, gibt es im Winter nur wenige Gäste. Als absoluter Insidertipp kann die Einkehr im Beduinenzelt von Suleimans Familie gesehen werden. Wer in der Gegend ist, sollte unbedingt vorbeischauen!

Collage mit dem Beduinenzelt, dem Speisen und der Ausstattung im Zeltinneren
Suleimans Family lädt herzlich ein auf Speis und Trank ins Beduinenzelt

Gestärkt vom super, super mega leckeren Essen (!!!) setzten wir den Weg Richtung dem Ein Avdat National Park fort. Eine kurze Mitfahrgelegenheit am Zugangsweg, schon standen wir am Eingangsschalter des tiefen, eindrucksvollen Canyons. Wieviel Eintritt wir bezahlt haben, weiß ich leider nicht mehr.

Die Quelle Ein Avdat führt das ganze Jahr über Wasser und hat im hinteren, tiefen Taleinschnitt eine Oase mit Pappelhainen entstehen lassen. Die steilen Felswände waren eindrucksvoll. Durch die touristische Aufbereitung war ich jedoch von dem morgendlichen Besuch der Quelle Ein Akev mehr angetan gewesen.

Einmal hindurch liefen wir durch den Canyon. Am Ende stiegen wir die steilen, in die senkrechten Felswände eingearbeiteten Stufen hoch. Wir waren die letzten BesucherInnen, die den Park verließen und denen eine vollständige Querung erlaubt wurde.

Ein Parkranger, den wir am Vortag bei seiner Patrouille beim Zeltplatz kennengelernt hatten, nahm uns mit zurück nach Midreshet Ben-Guryon.

 

Infos zum Wandern in der Wüste Negev

Kraterförmige Wüstenlandschaft, ich stehe rechts im Bild
Ausblick auf den Canyon nahe Sde Boker in der Wüste Negev

 

Was es bei einer Wanderung durch die Wüste zu beachten gibt

Warnungen & Sicherheitshinweise!

  • Wettervorhersage beachten: aufgrund von Sturzfluten verlieren jährlich mehrere Menschen ihr Leben. Wer an einem Flussbett unterwegs ist und bemerkt, dass das Wasser zu steigen beginnt, muss SOFORT die Wasserlinie verlassen und sich an einem erhobenen Platz in Sicherheit bringen! Wettervorhersagen & -warnungen gibt es beim Israel Meterological Service.
  • Abstand halten zu Army Firing Zones und Minenfeldern: Abschnitte in der Wüste Negev werden als Übungsgebiete von der Israel Defense Forces (IDF) genutzt, wo auch scharf geschossen werden kann. Wissen darüber, wo sich die Gebiete befinden und ein dementsprechender Abstand ist daher lebenswichtig. Die Einholung von Sondergenehmigungen zur Querung an stillen Tagen ist möglich. Minenfelder sind in Israel leider keine Seltenheit. Normalerweise sind diese eingezäunt und auch in den Karten gekennzeichnet. In den Grenzgebieten zu Jordanien, Ägypten und speziell in den Golanhöhen ist auf Minenfelder besonders Acht zu geben! Die Wanderwege dürfen keinesfalls verlassen werden!
  • akute Konfliktgebiete meiden: leider gehört der Nahostkonflikt noch nicht der Vergangenheit an. Aktuelle Informationen zu den zu vermeidenden Gebieten gibt es auf der Website des Außenministeriums in Österreich oder beim Auswärtigen Amt in Deutschland.
  • Vorsicht vor Hitzschlag/Sonnenstich: Um sich vor einem Hitzschlag oder Sonnenstich zu bewahren, ist eine Kopfbedeckung (am besten mit Nackenschutz) Pflicht. Die Wärmeregulation des Körpers sollte möglichst nicht zusätzlich belastet werden, d.h. helle, weite und lange Kleidung zu tragen ist sinnvoll. Generell sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Bei körperlicher Aktivität sollte der erhöhte Wasserbedarf aufgrund des zusätzlichen Schweißverlustes Beachtung finden. (-> siehe Mitnahme von genügend Trinkwasser und Proviant)
  • Vorsicht vor Hypothermie/Unterkühlung: so wie das Ertrinken in der Wüste absurd klingt, ist es auch mit dem Erfrieren. Leider ist das ganz im Ernst möglich! Die Temperaturen in der Nacht sind nicht zu unterschätzen. In den Wintermonaten kann die Temperatur in der Nacht nahe 0°C fallen. Warme Kleidung sollte daher auch bei längeren Tageswanderungen für den Notfall in den Rucksack. (-> siehe auch Mitnahme von adäquater Ausrüstung und Kartenmaterial)

Mitnahme von genügend Trinkwasser & Proviant

Wer durch die Wüste wandert, muss eine ausreichend große Menge an Flüssigkeiten mitführen. Sich auf mögliche natürliche Wasserquellen vor Ort zu verlassen, davon wird dezidiert abgeraten. Pro Tag und Person sollte mit mindestens 3 Liter Wasser an kalten Tagen (als absolute Untergrenze) bis zu mehr als 6 Liter Wasser an heißen Tagen gerechnet werden. Wer auch mit Wasser kochen will, sollte dies in seine Berechnungen miteinbeziehen!

Wir hatten für zwei Wandertage plus einen weiteren Abend mehr als 5 Liter Wasser/Person und Tag im Winter mit uns. Am Nachmittag des zweiten Tages erreichten wir wieder belebte Gegenden. Bis auf etwa einen halben Liter brauchten wir unsere Wasserreserven komplett auf. Für längere Touren ist die einzige Möglichkeit sich beständig mit Wasser zu versorgen die Inanspruchnahme eines Water-Caching Service. Dabei wird Wasser selbständig vor der Tour in der Wüste vergraben oder von anderen Menschen an bestimmten Orten hinterlegt. Mit Kenntnis der genauen Koordinaten ist das Auffinden der hinterlegten Wasserreserven möglich.

Als Proviant hatten wir verschiedene Varianten von schnellkochenden Nudeln für Mittag und Abendessen und Müsli zum Frühstück mit.

 

Mitnahme von adäquater Ausrüstung und Kartenmaterial

In der Wüste gibt es große Temperaturunterschiede am Tag und in der Nacht. Während am Tag vor allem auf den Sonnenschutz – das Tragen einer Kopfbedeckung ist Pflicht – zu achten ist, wird es in der Nacht, je nach Jahreszeit, kühl bis eiskalt. Ausreichend warme Kleidung, ein guter Schlafsack mit einer Komforttemperatur um die 0° oder tiefer (im Winter), eine gute isolierende Schlafmatte, eine Stirnlampe sollte neben Zelt und nötigen Kochutensilien wie Topf, Kocher, Messer etc. bei längeren Touren unbedingt in den Rucksack.

Zur Orientierung hatten wir eine Karte von der Israelischen Naturschutzgesellschaft (Society for the Protection of Nature in Israel, SPNI) mit einem Maßstab von 1:50.000 mit uns, welche ausschließlich in hebräischer Sprache zur Verfügung steht. Die Karte ist sehr detailliert und im Prinzip selbsterklärend. Zu beachten ist: hebräische Schriftzeichen verlaufen von rechts nach links und nicht von links nach rechts! Ich hatte beim Studieren des Wegverlaufs die Karte zu Beginn nicht nur einmal verkehrt herum gehalten!

Wanderkarte mit unserer eingezeichneten Route
Wanderkarte mit unserer eingezeichneten Route

 

Zelten in Israel bzw. in der Wüste Negev

Zelten ist in Israel außer in Naturschutzgebieten prinzipiell überall erlaubt. Es wird klarerweise ein „Leave-no-trace Camping“ erwartet. In Naturschutzgebieten besteht die Möglichkeit an ausgewiesenen Zeltplätzen zu Übernachten. Die Plätze sind teilweise ohne jegliche Markierung vor Ort, aber in den Karten eingezeichnet. Abfälle sind mitzunehmen. Es gibt keine Möglichkeit zur Versorgung mit Trinkwasser oder Verpflegung. Das Zelten ist kostenlos. An frequentierten Übernachtungsplätzen kann es sein, dass es Trockentoiletten gibt.

Die Einhaltung der Verhaltensregeln wird von ParkrangerInnen kontrolliert.

Diese, meiner Meinung nach, großartige Regelung für Zelten in Naturschutzgebieten, sollte keinesfalls missbraucht werden. Sie ist eine einzigartige Kompromisslösung, die ich mir für weitere Länder wünschen würde, um Zelten bei Wanderungen nicht zu illegalisieren. Lass daher nichts zurück – höchstens einen Fussabdruck im Staub!

 

Anreise nach Sde Boker bzw. Midreshet Ben-Guryon

Von Tel Aviv kann mit Bus oder Bahn bis Be’er Scheva gereist werden. Von dort besteht die Möglichkeit der öffentlichen Anreise mit den Buslinien 60 und 64 bis Midreshet Ben-Guryon. Nach Sde Boker gibt es Direktverbindungen von Tel Aviv mit der Linie 660. Die Website des Verkehrsunternehmen Metropoline, das Busse in der Gegend betreibt, ist auf Hebräisch. Die englische Variante für Routenplanungen ist hier abrufbar.

Einfacher ist die Anreise mit eigenem Auto.

 

Weiterführende Links zum Wandern in der Wüste Negev

Hier Klicken zum Ansehen!
  • Zum Teil übereinstimmende Tourenbeschreibung unserer Wanderung – „Across the Zin Valley“
  • neuerste Wetterberichte und auch Alarm Service beim Israel Meterologic Service
  • Infos zum Israel National Trail
  • Infos zum öffentlichen Verkehr in Richtung Negev Desert bei Metropoline auf Englisch
  • Karten von der Israelischen Naturschutzgesellschaft (Society for the Protection of Nature in Israel, SPNI)

 

Viel zu schnell war unsere Wanderung zu Ende. Aber Wasser für mehr als zwei Tage mitzutragen, hätte ich nicht geschafft. Zum Abschluss gingen wir in Mitzpe Ramon Essen und brachen zu einem Abstecher zum Toten Meer auf. Im Dunkeln nahm ich mein erstes „Schwebebad“ im Toten Meer und ein Bad in dem heißen Wasser einer frei zugänglichen Thermalquelle. Vom Salzwasser brannten meine Beine als würden sie jeden Moment verglühen, vom Thermalwasser stanken wir so sehr, nach zwei Wochen Wandern hätte es nicht schlimmer sein können. Eine Dusche war ab dann mein größter Wunsch. „Happy birthday to me“, gratulierte ich mir beim Schlafen gehen zum Geburtstag. Ein so wunderbares Geschenk wie diesen Tag/diese Wanderung hatte ich nicht erwartet.

 

 

Wandern in der Wüste Negev kann ich jeder Person von ganzem Herzen empfehlen! Bitte Warnungen und Sicherheitsbestimmungen beachten!

 


Meine private, eigenfinanzierte Israel Reise fand vom 3. bis 11. Jänner 2017 statt. Von alten und neuen FreundInnen unterstützt durch Unterkunft, Tipps & gemeinsamen Unternehmungen. Dankeschön dafür! Thank you very much for all your kindness, Eliran, N. und N.!

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4 Comments

  • Wow, diese Fotos und der ganze Bericht sind atemberaubend! Mir würde wohl der Mut und auch die Sportlichkeit für eine solche Tour fehlen… Was mir auffällt, ist dass diese ganze Nahost-Region viele Gemeinsamkeiten (Geschichtlich und Landschaftlich) hat. Und ich gehe mit Dir einig… Frieden wäre so schön! Erst im Frühling habe ich Wadi’s und Wüste im Oman besucht und auch eine alte Wasserstelle in der Wüste – die Landschaft, aber auch die Geschichte ist so faszinierend!
    Liebe Grüsse, Miuh

    PS hast Du tatsächlich in der Schweiz noch einen „weissen Fleck“ auf der Karte?

    • Hallo Miuh, ja, ich habe die Schweiz absichtlich weiß gelassen. Ich bin zwar schon in Schaffhausen, Zürich und Genf gewesen, aber so kurz, dass ich darüber gar nicht schreiben kann. Außerdem sooooo…. lange her. :-D

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