Waldness im Almtal: Mehr als Waldbaden

[Werbung: Anzeige] Ich bin dann mal im Wald – Wellnessen. Besser gesagt: Waldnessen. Waldness heißt das einzigartige, touristische Konzept rund um den Wald und das Waldbaden, das im Almtal im Salzkammergut in Oberösterreich seinen Ursprung hat. Das Tal im Traunviertel, durch das der Fluss Alm verläuft, zählt zu den ruhigeren Gebieten des Salzkammerguts. Wer einen Ort für eine Pause vom Alltag sucht, auf Regionales wert legt und in einer der waldreichsten Regionen Österreichs entspannen will, ist hier genau richtig. Nicht umsonst lautet ein neumodischer Spruch:

Es gibt kein Wifi im Wald. Aber eine viel bessere Verbindung. (AutorIn nicht bekannt)

Um herauszufinden, um was es beim Waldness Konzept im innovativen Almtal auf sich hat, hatte mich der Tourismusverband Traunsee-Alm gemeinsam mit anderen österreichischen BloggerkollegInnen zu einem verlängerten Wochenende eingeladen (Offenlegung am Ende des Beitrags). Erklärung, unsere Unternehmungen und mein Fazit – voilà!

 

WALDNESS IM ALMTAL: KULTIVIERTES WALDBADEN

Mitten im Wald

Waldness® ist ein vom almtalerischen Wirten Hermann Hüthmayer erdachtes Kunstwort. Es setzt sich aus den Worten Wald und Wellness zusammen und ist inzwischen sogar als Marke geschützt. Wellnessen im Wald ist jedoch keine geniale Marketingerfindung, sondern wird in Japan unter dem Namen „Shinrin Yoku“, auf Deutsch „Waldbaden“ bzw. „Waldluftbaden“ sogar schon seit den 70er Jahren auf Krankenschein verordnet. Denn ein bewusster Aufenthalt im Wald zur Erholung ist wissenschaftlich bewiesen heilsam. Stressabbau, Burn-out Prävention, die Stärkung des Immunsystems – all das soll durch die heilsame Wirkung des Waldes passieren. Die Waldluft ist dabei quasi der „Heiltrunk zum Einatmen“, der Aufenthalt im Wald die entschleunigende Kur.

 

Biophilia und Terpene

Biophilia und Terpene sind beim Waldbaden Begriffe, die des Öfteren fallen. Was das ist? Während Terpene jene Stoffe sind, mit welchen Pflanzen untereinander Botschaften austauschen, wird unter Biophilia die „Liebe zum Leben und allem Lebendigen“ verstanden. Beiden wird der wohltuende Effekt eines Waldaufenthaltes zugeschrieben. Während wir die Terpene einatmen, wirkt der Biophilia Effekt beruhigend – ja, sogar der Ausblick auf einen Wald entfaltet schon eine entspannende Wirkung.

 

WALDNESS: MEHR ALS WALDBADEN

Das Waldbaden ist nur ein Bestandteil des Waldness-Konzepts. Daneben zählen 9 weitere „Erlebnisäste“ dazu. Die Themen reichen von Bewegung (Wyda), Singen (Jodeln), Erleben & Erlernen (Waldpädagogik), Schmecken, Fühlen und Kneippen. Da auf vor Ort lebende Fachexpertinnen und Fachexperten zurückgegriffen wird, kann das Angebot dabei von Destination zu Destination leicht variieren. Waldness kann derzeit in 4-tägigen Pauschalen zu bestimmten Terminen gebucht werden. Einige der Programmbausteine durften wir während des Aufenthalts testen. Daneben besuchten wir Partnerbetriebe, etwa die Grüne Erde Welt in Pettenbach, oder lernten das „schmecktakuläre“ Angebot der Region kennen.

 

Wyda: Das Yoga der Kelten

Mit Kerstin beim Wyda
Türkiser Fluss mit bewaldetem Flussufer und hügeligem Berg im Hintergrund
Die Alm in Grünau

Mit einem Spaziergang entlang der Alm geht es los. Unsere Wald- und Wyda Trainerin ist Kerstin Dienstberger. Ihr Motto: „Im Wald vom Wald lernen.“ Und so erzählt uns Kerstin beim Gehen allerhand über die Pflanzen und Tiere, dem Lernen vom Wald, dem Hintergrund des Waldbadens und eben dem Wyda.

Wyda ist die meditative Bewegungslehre der Druiden und wird mit „durch den Schleier gehen“ übersetzt. Die Druiden, welche die geistigen und kulturellen Führungspersonen der Kelten waren, gaben ihr Wissen nur mündlich an ausgewählte Menschen weiter. So kam es, dass das Wissen um Wyda mit dem Verschwinden der keltischen Kultur auch aus dem Köpfen der Menschen verschwand. Nur in Irland und Nordengland gibt es bis dato Familien, wo Wyda über die Jahrtausende erhalten blieb.

Wyda ist von der Bewegungs- und Mentallehre ähnlich dem indischen Yoga oder dem chinesischen Qi Gong. Es gibt drei Energiefelder, das Vitalfeld, das Emotionalfeld und das Mentalfeld, denen besondere Eigenschaften und Funktionen zugeordnet sind. Daneben unterstützen Energietöne und Energiemuster die Wirkung der durchgeführten Übungen.

An den schönsten Plätzen direkt am Almfluss bleiben wir stehen und erlernen zuerst das Kernelement von Wyda: die Druidenfaust. Danach leitet uns Kerstin gekonnt durch die vorgegebenen Bewegungsabläufe.

 

Waldpädagogik: Waldschule mit Fritz Wolf

Fritz Wolf beim Erklären mit Hut und Blume in der Hand
Waldpädagogik mit Fritz Wolf

Für die hohe Kunst der Waldbewirtschaftung darf man alles sein, außer ein Egoist. Denn gute Waldarbeit ist ein Generationenprojekt. Die Früchte seiner eigenen Arbeit erlebt man undankbarerweise selbst nicht.

Fritz Wolf ist Förster, Jäger, österreichischer Waldbotschafter, Mitbegründer von Waldness, war 40 Jahre als Ausbilder in der forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen tätig, holte die Waldpädagogik nach Österreich und betreibt seit 25 Jahren für Schulklassen und Interessierte die Waldschule im Almtal.

Baum-Baby mit 5 Mini-Blättern in einer Hand
Bei der Waldpädagogik wird viel erklärt und gezeigt
Glas mit Maiwipferl und Zucker wird in einem Wald in die Höhe gehalten
Maiwipferl pflücken zum Hustensaft machen

Er ist das, was man unter dem Begriff „Unikat“ am besten zusammenfasst. Bodenständig und mit Charme vermittelt er auf seinen Touren durch den Wald wissenswerte Fakten von und über den Wald. Das reicht von der Waldbewirtschaftung, Wildtieren, der Kommmunikation von Bäumen über die sogenannten Mykorrhiza-Pilze bis zu essbaren Baumblättern oder früher verabreichten Gifttrunken. Daneben sammeln wir Maiwipferl von Fichten und Tannen für einen selbst angesetzten Hustensaft und hacken Holz.

Ein Aha-Erlebnis folgte auf das andere. In Summe: sehr spannend und top für Kinder UND Erwachsene!

 

Jodeln und Waldbaden beim Almsee

Bergpanorama mit einer identen Spiegelung im See
Almsee – so schön!

„Und oben drein? – darf’s ein Jodler sein?“ schreibt die fabelhafte Märchenerzählerin und Wanderführerin Sabina Haslinger auf ihrem Info-Flyer. Sie führt uns heute durchs Waldness Programm. Erster Stopp: das Echoplatzerl über dem Almsee, das nur wenige Gehmeter von der Straße entfernt ist. Dort schickt sie gleich einen kräftigen Juchitzer über den See und die Berge schicken ihn kurz darauf klar und deutlich zurück. Juche!

Tipp: Das Echo macht sich bei Schönwetter von Mitte Juni bis Mitte September auch der Musikverein Grünau zunutze. Dann musizierten die Blechbläser beim sogenannten „Echoblasen“ jeden Mittwoch von 19:30 bis 20:00.

Lächelnde Sabina Haslinger mit Hut und gelber Jacke
Waldness Coach Sabina Haslinger beim Waldbaden und Jodeln im Almtal
Die Füße eines Menschens, der am Wiesenboden liegt mit Bergpanorama im Hintergrund
Das ist Waldbaden neben den Latschen!

Für uns ist das Echoplatzerl jedoch nur ein Zwischenstopp am Weg zu unserem auserkorenen Platz zum Waldbaden und Jodeln. Dieser Programmpunkt kann an unterschiedlichen Plätzen stattfinden. Bei uns kommt eine blühend blaue Almtaler Enzian Wiese mit Ausblick auf die Berglandschaft und zahlreichen Latschen zum Zug. Durch den Bruchwald am Ende des Almsees geht es über einen kleinen, aber ausgetretenen Pfad nach oben. Dort machen wir es uns entweder auf unseren Waldness-Wetterflecken am Boden bequem oder legen uns auf mit Bergluft gefüllten LayBags direkt in die Latschen und machen – nichts. Nur atmen.

„Wenn wir länger hier bleiben, schlafen die Leute ein“, erzählt Sabina lächelnd. Damit die frische Latschenluft beim Waldbaden noch besser wirkt, bekommen wir noch eine Jodeleinheit. Denn während im Alltag die Atmung oft viel zu flach verläuft, atmet man beim Singen so richtig tief ein und aus. Zum Abschluss geht es noch an das Ufer des Almsees für eine Märchengeschichte.

 

Kneippen beim Schindlbach im Märchenwald

Für das Kneippen begrüßt uns die fröhliche Wasserinstruktorin und Kräuterpädagogin Mary Hageneder sogleich mit einem „Espresso á la Kneipp“ am Schindlbach. Dafür schüttet sie das nur 11°C kalte Wasser aus dem Schindlbach mit einer Gießkanne über unsere nackten Unterarme. Das regt den Kreislauf an und macht munter! Für mich also genau das Richtige!

Waldness Coach Mary Hageneder beim Kneippen

So wie das Wyda hat Kneippen europäische Wurzeln, wenn auch nicht ganz so alte. Sebastian Kneipp hat die Behandlungsmethode der Wasseranwendungen im 19. Jahrhundert erfunden. Die bekanntesten Anwendungen sind Kneippgüsse, das Wassertreten und Tautreten bzw. in unserem Fall das Tauwischen. Dazu streicht man am Morgen einfach mit der Hand über die noch nassen Blättern, Gräser und Pflanzen und streicht sich das kühle Nass ins Gesicht. Das alles erfahren und testen wir während unseres Spaziergangs durch den Märchenwald.

Drei Menschen gehen durch ein Wasserbecken
Beim Kneippen am Schindlbach

Zu guter Letzt geht es zum Wassertreten in die nahe dem Eingang gelegenen Kneippbecken. Wie kleine Nadelstiche fühlt sich das eiskalte Wasser an, während ich beim Wassertreten tapfer wie ein Storch durch das Wasser stakse. Nach der Hälfte des Beckens gebe ich auf.

Bei der Fußreflexzonenmassage am Barfußweg bewundere ich nur mehr meine mutigen ReisebloggerkollegInnen. Auf das Tauchbecken für die Arme verzichten bei dem strömenden Regen jedoch alle.

Tipp für Familien: Der Märchenwald am Schindlbach ist nicht nur ein hervorragender Ort zum Kneippen, sondern tatsächlich auf ein Märchenwald mit großen Tonfiguren, welche typische Szenen bekannter Märchen nachstellen – sehr retro, sehr cool! Ich habe mich an die Pöstlingbahn am Linzer Pöstlingberg erinnert gefühlt.

 

WEITERE AKTIVITÄTS- & SIGHTSEEING TIPPS IM ALMTAL UND UMGEBUNG

Almtal

Grüne-Erde-Welt

Wiese mit Gebäude, das reflektiert
Das Gebäude der Grünen Erde Welt verschwindet fast in der Umgebung.

Es gibt Betriebe in Österreich, die etwas ganz besonderes geschaffen haben. Die Grüne Erde, deren Ursprung in Scharnstein im Almtal liegt, ist einer davon. Ökologisch wirtschaften und dabei selbstbestimmt und sozial bleiben hatte sich das Unternehmen schon 1983 an die Fahnen geheftet. Die Produktion der ersten Matratze, der „Weißen Wolke“ wurde 100% von Kundinnen & Kunden finanziert. Bis heute hat die Grüne Erde ein Beteiligungsmodell, um unabhängig von Banken oder Großkonzernen arbeiten zu können. Neben der Produktion von hochwertigen Matratzen zählen Vollholzmöbel, faire Mode und Naturkosmetik zum Repertoire. Bei Führungen kann die Schauwerkstatt und die händische Herstellung der Matratzen verfolgt werden. Im Außenbereich ist eine großangelegte Grünanlage, wo unter anderem das biologisch-solidarische Landwirtschaftsmodell „almgrün“ seine Beete pflegt.

Öffnungszeiten der Grüne Erde Welt: Mo-Sa 09:30-18:00; Schauwerkstatt Mo-Do bis 15:00 & Fr bis 12:00 – Anmeldung zu den Führungen ist nötig! Barrierefrei.

 

Wildpark Cumberland

Ein stehender und ein daneben liegender Braunbär
Braunbären im Cumberland Wildpark Grünau

Nicht nur für Familien mit Kindern ist der Wildpark Cumberland in Grünau einen Besuch wert. Der rund 60 ha große Naturpark gibt einen interessanten Einblick in die einheimische Wildtier-Welt von Steinbock bis Luchs. Seit kurzem teilen sich dort auch Braunbären und Wölfe einen Lebensraum. Graugänse, Raben und Waldrappen leben frei am Gelände. Ein Haustierbereich mit Ziegen, Schafen, Hühnern und Kaninchen lädt zum Streicheln ein. Ich besuchte den Wildpark mit den „Reiseblitzen“ am Ende des Waldness Urlaubs. Trotz strömenden Regens konnten wir uns vom beeindruckten Anblick der im Gehege herumstreifenden Braunbären und Wölfe kaum trennen.

Der Wildpark ist ganzjährig geöffnet: April bis Oktober von 09:00-17:00, November bis März 10:00-16:00. Barrierefrei.

 

Konrad Lorenz Forschungsstelle

Gleich neben dem Cumberland Wildpark befindet sich die berühmte Konrad Lorenz Forschungsstelle. Diese wurde 1973 von dem Zoologen und Mediziner Konrad Lorenz begründet und ist seit 2011 eine Außenstelle der Universität Wien. Konrad Lorenz wurde durch seine Beobachtungen an Graugänsen berühmt und gilt als Hauptvertreter der vergleichenden Verhaltensforschung. Dafür bekam er auch 1973 den Nobelpreis der Medizin. Seine Karriere während des Nationalsozialismus, seine Mitgliedschaft in der NSDAP und einige fragwürdige, publizierte Beiträge werfen jedoch deutliche Schatten auf sein Lebenswerk.

Die Forschungsstelle bietet in Kooperation mit der oberösterreichischen Initiative Naturschauspiel die Möglichkeit bei den Gruppenführungen „Flattern und Schnattern im Almtal“, „Auf den Spuren von Konrad Lorenz“ oder „Bürgen schaffen Wissen“ die Arbeiten kennenzulernen, auch individuelle Terminanfragen sind möglich. Jeden Dienstag um 15:00 gibt es zudem eine kostenlose Führung durch die Forschungsstation.

 

Almuferweg „Genuss am Almfluss“: Spazieren, Wandern oder Radfahren

Gelbe Blumen mit See und Bergpanorama
Almuferweg in der Nähe des Echoplatzerls

Gute 52 km lang ist der Almuferweg, der sich vom malerischen Almsee am Fuße des Toten Gebirges Richtung Norden bis zum Almspitz bei Bad Wimsbach-Neydharting zieht. In zwei bis drei Wandertagen kann er vollständig zu Fuß erkundet werden. Almwellen-Liegen laden zum Pausieren ein. Auf über 50 Informationstafeln kann allerhand Wissen über die Region erfahren werden. Zu den Sehenswürdigkeiten am Weg zählen (Schau-)kraftwerke, der Wildpark, Museen als auch die Schlossbrauerei Eggenberg in Vorchdorf.

Statt gehen darf auch geradelt werden. Alternativ können Etappen mit dem parallel zum Almuferweg verlaufenden Zug zurückgelegt werden.

Tipp: Es wird empfohlen, den Weg gegen die Fließrichtung der Alm in Richtung Talschluss zu begehen! Warum? Weiß ich nicht.

 

Naturpark Attersee-Traunsee

Der Naturpark Attersee-Traunsee ist der einzige Naturpark des Salzkammergutes. Das 77 km² große Landschaftsschutzgebiet liegt zwischen Attersee und Traunsee und nur wenige Kilometer vom Almtal entfernt. Wegen seiner Nähe bietet sich ein Ausflug in den Naturpark bei einem Urlaub im Almtal an. Wir besuchten den Taferlklausee und das Viechtauer Heimathaus.

Rundwanderung am Taferlklausee

Blick durch Nadelbaumäste auf See und Berg
Taferlklausee im Naturpark Attersee-Traunsee

Der idyllische Taferlklausee liegt im Landschaftspark Höllengebirge-Hongar in der Gemeinde Altmünster. Rund um den künstlich für die Holzdrift angelegten See ist ein Naturschutzgebiet. Ein sehr gut angelegter Wanderweg mit Bodenlehrpfad führt um den See. Die Umrundung nimmt circa eine halbe Stunde in Anspruch.

 

Alte Traditionen im Viechtauer Heimathaus entdecken

Collage: Weißes Haus von außen, kleines Schaukelpferd, Holzwerkstatt mit Werkzeug
Viechtauer Heimathaus in Neukirchen

Das Viechtauer Heimathaus „Rabenwies“ in Neukirchen bei Altmünster ist ein Schmuckstück der besonderen Art. Es wurde wahrscheinlich zwischen den Jahren 1100 und 1300 erbaut und ist ein typisch im Baustil der Gegend errichtetes Haus. Im Inneren wird das Leben der Bevölkerung von vor etwa 100 Jahren veranschaulicht. Die Möbel, Gebrauchtgegenstände und Werkzeuge sind mühevoll zusammengetragene Originale der nahen Umgebung. Die weit über die damaligen Grenzen bekannten Viechtauer Holzwaren, allen voran Spielzeug, kann in einer großen Sammlung bewundert werden.

Nach einer ausführlichen Führung mit Josef Moser durch das Heimathaus erfahren wir in der warmen Stube mehr über die Traditionen des Aurachtales. Daneben verköstigen wir den ein oder anderen Schnaps und leckeres Dörrzwetschkenbier. Denn die Gegend war einst bekannt für ihren Reichtum an Zwetschken und beherbergt noch jetzt einige seltene Sorten wie Pemse, Ziparte oder Roter Spilling. Mehr über das Zwetschkenreich gibts hier.

Geöffnet ist das Viechtauer Heimathaus von Juni bis Oktober von Do und So von 14:00-16:30. Individuelle Terminvereinbarungen bei Josef Moser sind ab 5 Personen möglich. Nicht barrierefrei.

 

PRAKTISCHE INFOS ZUM WALDBADEN & WALDNESS IM ALMTAL

Anreise mit Zug & Auto

Mit Zug gibt es nur einen Weg ins Almtal und der führt immer über Wels. Dort startet der Regionalzug bis zur Endstation Grünau im 1-2 Stundentakt. Von Wien dauert die Anreise bis zum Bergsteigerdorf Grünau circa 3 Stunden.

Mit dem Pkw erfolgt die Anreise vom Osten & Norden über die A1 bis Vorchdorf und weiter entlang der L 536 und B120 bis Grünau. Vom Westen kommend erfolgt die Abfahrt auf der A1 in Regau, weiter auf der B145 und B120. Vom Süden gelangst du über die A9 bis zur Ausfahrt Inzersdorf-Kirchdorf ins Almtal.

Tipp: Für Transporte z.B. zu Wandertouren oder anderen Ausflugszielen (auch mit Rädern möglich) steht das Taxi Redl im Almtal zur Verfügung. Zusätzlich gibt es in den Sommermonaten einen Wanderbus.

 

Unterkunft

Die Unterkunft ist in der Region frei aus den Partnerbetrieben wählbar und auf keine bestimmte Unterkunftskategorie festgelegt. Beteiligt sind sowohl kleine Beherbergungsbetriebe bis Sternehotels.

Naturfreundehaus Wimmergreuth

Haus von außen mit Terrasse
NH Wimmergreuth

Wir nächtigten im einfachen, aber sehr feinen NH Wimmergreuth, das etwas abseits im Grünen neben einen Bogensport-Parcours gelegen ist. Eine herzliche Betreiberin, ausgezeichnetes Frühstück und eine idyllische Umgebung machen die Unterkunft NH Wimmergreuth perfekt für Familien und Gruppen!

Die Unterkunft ist derzeit bedingt barrierefrei (Die Duschen in den Zimmern haben eine erhöhte Wanne; die Gemeinschaftstoiletten sind im Keller; Rampen sind im Außenbereich verfügbar und öffentliche Räume gut erreichbar! Türbreiten: ok; Ein Umbau zu einem vollständig, barrierefreiem Zimmer wird eventuell im Jahr 2020 umgesetzt.)

 

Essen: Schmecktakuläres Almtal

Bunter Salat mit einer violetten Blume
Frühlingssalat mit frischen Wiesenkräutern

Wirtshäuser

Das „Wald schmecken“ gehört ebenso zum Waldnesskonzept. Dies wird etwa in Form von Kräutern bei der Zubereitung von Speisen berücksichtigt. Die Brauerei Schloss Eggenberg hat sogar ein eigenes Waldness-Bier aus der Essenz von frischen Tannennadeln kreiert. Das solltest du unbedingt probieren! Das Schmeckatukläre Almtal, eine freiwillige Kooperation von regionalen Landwirtschaften, Lebensmittelproduzenten und Almtaler Wirten, zaubert kulinarische Höchstgenüsse auf den Teller. Wir kehrten in folgenden empfehlenswerten Wirtshäusern ein:

 

Kesselheiße im Almtal

Das „Kesselhoaßen“ ist eine weitere kulinarische Besonderheit des Almtals, die du dir nicht entgegen lassen solltest, sofern du dich nicht vegetarisch ernährst. Jeden Donnerstag findet im Almtal traditionell die „Kesselheiße“ statt. Die Kesselheiße ist die Zubereitung von frisch hergestellten Würsten in einem sehr großem Topf mit siedendem Wasser. Frankfurter, Debreziner, Käsekrainer, Braunschweiger oder Weißwurst, serviert mit Kren, Senf und einem Semmerl – ab 9:00 Uhr vormittags gehts los. Wir besuchten diese beim Fleischer Stadler in Grünau.

 

Almtaler – Süßes Mitbringsel

Was die Mozartkugel für Salzburg ist und die Sachertorte für Wien, ist der Almtaler für das Almtal. Zwar erst 1996 erfunden, kann ich ihm schon jetzt eine gleichwertige Bedeutung in der Zukunft prognostizieren – und das ganz ohne Glaskugel. Der Almtaler ist ein handgemachtes, keksartiges Konfekt mit Haselnusscreme und Schokoladenüberzug. Wer seinen Lieben daheim ein süßes Mitbringsel überbringen möchte, sollte daher unbedingt bei der Konditorei Mittermaier in Scharnstein vorbeischauen.

 

MEIN FAZIT ZUM KONZEPT WALDNESS

Ich stehe mitten im Wald
Waldness & das Waldbaden: Ich teste.

Wellnessen im Wald? Bist du Bäume umarmen?, wurde ich des Öfteren vor/während und nach meinem Besuch im Almtal gefragt. Nein, das ist Waldness definitiv nicht. Und zum Waldbaden braucht man übrigens auch keinen Bikini. Waldness ist ein sehr bodenständiges Konzept mit dem Schwerpunkt Wald, das auf regionale Begebenheiten im Bezug auf Natur, Menschen und Traditionen Bezug nimmt. Statt hippe, fernöstliche Angebote ins Programm zu nehmen, wurde der Fokus auf europäische, teils schon vergessene Brauchtümer gelegt. Dazu zählt etwa Wyda von den Kelten (statt dem aus Indien stammenden Yoga) oder Traditionelle Europäische Medizin (statt Traditioneller Chinesischer Medizin), zu deren Behandlungsmethoden etwa das Kneippen zählt. Natur- und Kräuterlehre gibt es in der Waldpädagogik bzw. von den ausgebildeten WaldpädagogInnen zu erfahren. Mein Resümee ist durchwegs positiv: das Konzept ist durchdacht, geerdet und passt zur Region. Die äußerst engagierten Beteiligten machen das Konzept noch runder.

Wer Bespaßung, Action und Abenteuer will, ist bei Waldness definitiv falsch. Für alle jene, die einen naturbezogenen und entspannten Urlaub suchen und dabei auch noch was lernen wollen, ist bei Waldness genau richtig.

 

NOCH MEHR ZU WALDNESS UND DAS WALDBADEN IM ALMTAL LESEN

Sieben Personen am Ufer eines Sees mit Bergpanorama
Gruppenfoto am Almsee

Auf der Pressereise war ich nicht allein, sondern mit weiteren, lieben österreichischen BloggerkollegInnen. Auch bei ihnen gibt es jeweils einen Beitrag über Waldness:

 


Mein Waldness Kurzurlaub im Almtal fand im Zuge einer Bloggerreise im Mai 2019 statt. Eingeladen hatte die Tourismusregion Almtal in Kooperation mit Waldness. Es wurden die gesamten Reisekosten übernommen und eine Aufwandsentschädigung zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank für die Einladung an alle engagierten Beteiligten sowie Pangerl & Pangerl Tourismusmarketing. Meine Meinung basiert auf den von mir gemachten Erfahrungen.

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