5 Tipps, um das Urlaubsgefühl im Alltag zu bewahren

Egal wie kurz oder lang eine Reise oder ein Urlaub war, oftmals war er sicherlich längst bitter nötig. Hast du vielleicht sogar noch doppelt gearbeitet, damit du wirklich aus dem letzten Loch pfeifst, bevor du vor lauter Erleichterung in den ersten Urlaubstagen entweder dein Bett vor Erschöpfung am liebsten gar nicht oder wegen plötzlicher Erkrankung nicht mehr verlassen kannst? Oder fährst du auf eine längere Reise und stellst im Flugzeug fest, dass du einfach gar keine Zeit hattest konkrete Pläne oder Reiserouten auszuarbeiten und außer deiner Unterkunft in der ersten Nacht nichts fix ist? Schön, willkommen im Club!

Nach ein paar Tagen der Erholung, der Abwechslung und der Gedankensammlung tritt anschließend nach und nach das Gefühl des Angekommen-Seins ein. Der Kopf wird plötzlich klar, die Gedanken ruhig. Eine Auszeit gibt Raum für sich selbst.

EINE AUSZEIT GIBT RAUM FÜR SICH SELBST

Es ist Zeit für Dinge, die man schon immer tun wollte (z.B. ein bestimmtes Buch lesen). Es ist Zeit, um neue Kraft zu tanken. Es ist Zeit für außergewöhnliche Erlebnisse und Erfahrungen. Es ist Zeit, um Gedanken zu ordnen und Abstand zu schaffen. Denn Abstand zum alltäglichen Leben lässt einen die Dinge plötzlich anders sehen, wesentliches besser erkennen oder Schwierigkeiten und Rückschläge neutral(er) betrachten.

Der Alltag rückt dabei automatisch in die weite Ferne. Jede Minute wird entspannt und gelassen genossen. Je länger ich bewusst bei mir bin, desto intensiver wird das Gefühl des „Urvertrauens“, einem Gefühl, das einfach alles gut wird. Ich wünsche mir immer, dass es nie zu Ende geht. Aber ich bin sicher, da bin ich nicht die Einzige.

 

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Jedes Mal, wenn ich zurückkomme, nehme ich mir vor, mir das Gefühl der Gelassenheit, der Freude und des Urvertrauens nicht wieder nehmen zu lassen. Die Höhen genieße ich weiterhin in vollen Zügen, die Tiefen nehme ich mit Leichtigkeit. Ein paar Wochen oder Monate klappt das gut. Dann schleicht sich nach und nach der Alltagstrott ein und ich stelle fest, dass ich – ohne es bewusst zu merken – fleissig im Hamsterrad gelaufen bin. Ich bin plötzlich nicht mehr gelassen, die Tiefen setzen mir zu und ich wünsche mir nichts mehr als meine nächste Pause, sprich Urlaub.

So ist es mir nach dem Jakobsweg gegangen, so ist es mir nach Island und Grönland gegangen und am heftigsten war es nach meiner Peru und Bolivien Reise. Das wunderbare Urlaubsgefühl verschwand so schnell wie ein Stein im Wasser versinkt.

Nie wieder habe ich mir geschworen! Nie wieder möchte ich mein Urlaubsgefühl so schnell verlieren.

Aber wie es eben mit diesen unnützen Verallgemeinerungen eben ist: nie, immer, alles, alle, jedes, jede sind Wörter, die aus dem eigenen Wortschatz verbannt gehören. Denn, das ich das Gefühl nie wieder bekomme, kann ich nicht ausschließen.

Jedoch habe ich beschlossen dem schnell schwindenden Urlaubsgefühl ein Schnippchen zu schlagen, um mir die Frage „Wo ist bloß mein Urlaubsgefühl hingekommen?“ lang nicht stellen zu müssen. Ich habe unterschiedliche Strategien entwickelt, um mir das Urlaubsgefühl auch im Alltag lang zu bewahren bzw. immer wieder aufleben zu lassen.

 

1. NICHT NACH HINTEN SCHAUEN, SONDERN NACH VORNE

Trauer nicht deinem Urlaub/deiner Reise nach, sondern denke positiv, lebe im Hier & Jetzt und schau nach vorne. „Die Kunst zu leben besteht darin zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten.“ (AutorIn unbekannt) Natürlich ist nicht jeden Tag eitle Wonne Heiterkeit, aber du kannst die positiven Ereignisse des Tages in Gedanken mit einem Leuchtstift markieren. Denn jeder Tag hat etwas Besonderes. Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten. Aber auch Kleinigkeiten geben Kraft.

Setz dir neue Ziele für die Zukunft und schau nach vorne!
Hab keine Angst davor zu träumen, sondern formuliere Ziele, die du gern erreichen würdest. Auch „kleine“ Ziele sind ok. Denn wer sich Ziele setzt, bleibt aktiv und motiviert. Wer sich Ziele setzt, übernimmt Verantwortung für sein Leben und treibt nicht nur wahllos herum wie ein Blatt im Wind.

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2. POSITIVE URLAUBSMOMENTE REGELMÄSSIG IN ERINNERUNG RUFEN

Es soll jetzt eben nicht, das Gegenteil von Punkt 1 heißen und ein „wie gern wäre ich jetzt da und dort“ sein. Sondern ein Hervorheben eines Ereignisses oder IMG_20150527_105003eines positiven Urlaubsgefühls. Ähnlich eines Ruhebildes, bei dem eine Situation in den Mittelpunkt der Wahrnehmung gerückt wird, in der Zufriedenheit, Entspannung, Losgelassenheit und Freude vorgeherrscht haben. Ich erinnere mich dabei beispielweise gern an das Trekken oder an die Betrachtung eines ganz bestimmten Sonnenuntergangs. Es kann aber auch heißen, sich an konkrete Dinge zu erinnern wie beispielsweise FreundInnen zu treffen, die mit dem Urlaub oder der Reise in Verbindung stehen. Es kann auch ein typisches Gericht sein, das in einem Lokal verspeist wurde und jetzt daheim gekocht wird. Ein genüsslich getrunkener Masala Tea oder ein Sticky Rice mit Omelett sind meine momentan am liebsten verzehrten Urlaubserinnerungsgerichte.

 

3. DEN TROTT BEWUSST WAHRNEHMEN & UNTERBRECHEN

Doch dann ist er da: der Alltagstrott. Aufstehen, arbeiten, essen, schlafen gehen. Ein dauerhaftes Entkommen, meiner Meinung nach, nicht möglich. Aber das ist auch O.k.! Wichtig ist nur, sich die Tatsache bewusst zu machen und die Spirale regelmäßig zu unterbrechen. Am besten durch Punkt 4.

 

4. UNTERNEHMUNGEN PLANEN & NEUES ENTDECKEN

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Ich habe das Hamsterrad erkannt und mache bewusst eine Unterbrechung. Diese Strategien habe ich mir angeeignet:

4. 1. Ich werde zur Touristin am eigenen Wohnort

Ich gehe in Museen, ich setzte mich allein an schöne Plätze, wie ich es auch auf Reisen tun würde, ich fahre an Orte, an denen ich noch nie war z.B. Naturgebiete in der Umgebung, U-Bahn-Endstationen oder gehe in neue Lokale.

4.2. Ich plane bewusst eine Unternehmung

Ich gehe wandern mit FreudInnen oder besuche jemanden an einem anderen Ort. Ich probiere etwas Neues aus z.B. eine neue Sportart oder gehe laufen/radfahren oder schwimmen.

4.3. Ich mach eine „Ich-darf-machen-was-ich-will-Pause“

Sie ist mein absolutes Notfallprogramm. Wenn du nichts im Vorhinein geplant hast, dir aber die Decke auf den Kopf kracht, dann kommt diese bewusste Belohnung nach getaner Arbeit zum Einsatz. Eine Stunde oder ein Abend wird „freigenommen“ von allen Alltagsverpflichtungen. Es ist eine Zeit für sich selbst, in der „schlechtes Gewissen“ ein Fremdwort ist, weil du doch noch X, Y und Z erledigen wolltest. Es ist ein bewusstes im Hier & Jetzt leben und genießen. So wie du dir bewusst diese Auszeit nimmst, gibt es auch ein bewusstes Ende. Ansonsten funktioniert es nicht.

 

5. ZEIT FÜR SICH SELBST NEHMEN

Das ist wohl der wichtigste Tipp. Wer nicht manchmal kurz innehält, um auf seinen Körper, seine Gedanken und Gefühle zu hören, hat es schwer, eins mit sich und der Welt zu sein. Und ist es nicht genau das, was uns im Urlaub viel leichter fällt?

 

Hast du noch mehr Tipps oder eigene Strategien?

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